Nicht nur kleine Heizungsanlagen profitieren von einer fachgerechten Wasseraufbereitung. Gerade bei größeren Bestandsanlagen können Ablagerungen, Korrosionsprodukte und Rückstände aus früheren Behandlungen erhebliche Auswirkungen auf die Betriebssicherheit und Effizienz haben. Ein aktuelles Projekt zeigt, wie durch eine strukturierte Vorgehensweise selbst stark belastete Systeme wieder in einen normgerechten Zustand versetzt werden können.

Die Ausgangssituation

Im Rahmen eines Messeprojekts wurden wir mit der Aufbereitung einer bestehenden Heizungsanlage mit einem Anlagenvolumen von rund 20 m³ beauftragt.

Die Anlage war in der Vergangenheit bereits mit chemischen Produkten behandelt worden. Dennoch zeigten sich deutliche Verschmutzungen im System. Verschlammungen, Ablagerungen und Betriebsrückstände hatten sich über die Zeit angesammelt und beeinträchtigten die Wasserqualität erheblich.

Solche Verunreinigungen stellen nicht nur ein Risiko für Wärmeerzeuger, Pumpen und Ventile dar. Sie können auch den Wirkungsgrad der Anlage reduzieren, den Energieverbrauch erhöhen und langfristig zu Korrosionsschäden führen. Ziel war daher eine vollständige Reinigung und anschließende Heizwasseraufbereitung nach den Anforderungen der VDI 2035.

Schritt 1: Spülung der Heizungsanlage

Zu Beginn wurde die Anlage vollständig gespült. Dabei galt es insbesondere, die zuvor eingesetzten chemischen Produkte kontrolliert aus dem System zu entfernen und lose Ablagerungen auszutragen.

Dieser Schritt bildet die Grundlage für jede weitere Maßnahme. Denn verbleibende Rückstände können die Wirksamkeit nachfolgender Reinigungs- und Aufbereitungsprozesse deutlich beeinträchtigen.

Schritt 2: Chemische Reinigung gegen Verschlammung und Ablagerungen

Nach der Erstspülung erfolgte die eigentliche Systemreinigung mit einem speziell für stark verschlammte Heizungsanlagen entwickelten Reiniger.

Während der Einwirkphase wurden Magnetitschlämme, Ablagerungen und weitere Betriebsrückstände gezielt gelöst. Anschließend konnten die gelösten Verunreinigungen aus dem Heizsystem ausgespült werden.

Gerade bei Bestandsanlagen ist dieser Schritt häufig entscheidend. Werden Ablagerungen nicht vollständig entfernt, verbleiben potenzielle Störquellen im System und können später erneut zu Problemen führen.

Schritt 3: Heizwasseraufbereitung nach VDI 2035

Erst nach erfolgreicher Reinigung erfolgte die eigentliche Heizwasseraufbereitung mit den Lösungen von UWS.

Heizwasseraufbereitung nach VDI 2035

Das Heizungswasser wurde dabei gezielt auf die erforderlichen Parameter eingestellt, um eine langfristig stabile Wasserqualität sicherzustellen. Die Aufbereitung erfolgte gemäß den Anforderungen der VDI 2035 mit dem Ziel, Korrosionsrisiken zu minimieren, Steinbildung zu verhindern und optimale Betriebsbedingungen für die gesamte Anlage zu schaffen.

Durch die normgerechte Einstellung der Wasserparameter wird die Grundlage für einen langfristig effizienten und störungsarmen Anlagenbetrieb geschaffen.

Das Ergebnis

Durch die Kombination aus Spülung, chemischer Reinigung und anschließender Heizwasseraufbereitung konnte die 20 m³-Anlage erfolgreich in einen betriebs- und normgerechten Zustand überführt werden.

Die vorhandenen Verunreinigungen wurden entfernt, die Wasserqualität nachhaltig verbessert und die Voraussetzungen für einen sicheren Anlagenbetrieb geschaffen. Gleichzeitig wurde das Risiko für Korrosion, Ablagerungen und erneute Verschlammungen deutlich reduziert.

Fazit

Dieser Praxisfall zeigt, dass eine professionelle Heizwasseraufbereitung weit mehr ist als die reine Einstellung von Leitfähigkeit oder pH-Wert. Insbesondere bei Bestandsanlagen ist eine strukturierte Vorgehensweise aus Spülung, Reinigung und normgerechter Wasseraufbereitung entscheidend, um bestehende Probleme nachhaltig zu beseitigen.

Durch die enge Zusammenarbeit von Heatpower24 und UWS konnte die geforderte Wasserqualität zuverlässig erreicht und langfristig sichergestellt werden. Das Ergebnis ist eine Anlage, die optimal auf den weiteren Betrieb vorbereitet ist und deutlich bessere Voraussetzungen für Effizienz, Betriebssicherheit und Werterhalt bietet.